Liebe Bürgerinnen und Bürger von Rutesheim, Perouse und der Heuwegsiedlung!
Am Sonntag, 08. Februar 2026 entscheiden Sie darüber, wer für die kommenden acht Jahre das Amt des Bürgermeisters in Ihrer Kommune bekleiden wird. Gemeinsam mit Ihnen die Zukunft Rutesheims gestalten, die Stadt weiter voranbringen und persönlich zu ihrem Wohle beitragen, dies motiviert mich in hohem Maße. Deshalb bewerbe ich mich um das verantwortungsvolle Amt des Bürgermeisters in Ihrer Stadt.
Rutesheim präsentiert sich heute als attraktive, innovative, vitale und lebendige Kleinstadt mit sehr guter öffentlicher Infrastruktur sowie einer engagierten und aufgeschlossenen Gemeinschaft. Die Stadt mit seinem attraktiven Ortszentrum, seinen Gastronomiebetrieben und zahlreichen Einzelhandelsgeschäften, einer guten kommunalen Infrastruktur und zahlreichen prosperierenden Gewerbebetrieben haben mich bereits bei meinem ersten Besuch in ihren Bann gezogen.
In den letzten Wochen des Wahlkampfs durfte ich in zahlreichen Gesprächen, Begegnungen und Veranstaltungen die Rutesheimer Bürgerinnen und Bürger, die Vereine, Kirchen, Organisationen und damit die gesamte Stadt nochmals auf andere Art und Weise kennenlernen. Die offene und herzliche Art der Menschen in der Stadt Rutesheim und der große Zuspruch zu meiner Bewerbung um das wichtige Amt des Bürgermeisters haben mich in meiner Entscheidung zu kandidieren nochmals bestärkt.
In Funktion des Rutesheimer Bürgermeisters mich in allen kommunalpolitischen Belangen als Impuls- und Ideengeber in die Stadt Rutesheim einzubringen und so die Weichen in die richtige Richtung für die Zukunft stellen, das ist mein erklärtes Ziel.
Mit fundierter Fachkompetenz aus über 23 Jahren Verwaltungserfahrung, mit Gestaltungswille, hohem Engagement, Fleiß und Schaffenskraft bewerbe ich mich um das Amt Ihres Bürgermeisters.
Auf den folgenden Seiten habe ich Ihnen einige Informationen über mich, meinen persönlichen Werdegang, meine Familie, aber auch über meine Ziele für Rutesheim und was mir für die Zukunft besonders am Herzen liegt, zusammengestellt.
Für alle, deren zeitliche Ressourcen so knapp bemessen sind, dass Ihnen das Lesen der ausführlichen Wahlbroschüre nicht möglich ist, habe ich am Ende der Broschüre die Eckpunkte meines Wahlprogramms nochmals kurz und knackig auf den Punkt gebracht.
Am Wahlsonntag, 08. Februar 2026 bitte ich Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme!
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Tobias Pokrop
Persönliches
Am 03. Oktober 1977 (48 Jahre alt) wurde ich in
Göppingen geboren. Aufgewachsen bin ich mit meinen Eltern und meinen beiden jüngeren Schwestern im Filstal, in der Stadt Süßen (Landkreis Göppingen).
Nach der Mittleren Reife und dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Göppingen habe ich mich 1997 zur Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst entschlossen und im Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg wichtige Verwaltungskompetenzen erworben.
Nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst konnte ich von 2002 – 2006 in der Funktion des stellvertretenden Fachbeamten für das Finanzwesen erste Berufserfahrungen bei der Gemeinde Aichwald (Landkreis Esslingen) sammeln und Führungsverantwortung übernehmen.
Mitte 2006 übernahm ich die Stelle des Fachbeamten für das Finanzwesen in der Gemeinde Riederich (Landkreis Reutlingen). Als Amtsleiter für Finanzen gehörten neben den klassischen Kämmereiaufgaben auch die Betreuung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie das vielfältige Aufgabengebiet der Bauunterhaltung der kommunalen Liegenschaften zu meinen Aufgaben.
2012 wurde ich zum Bürgermeister der Gemeinde Riederich gewählt. Seit nunmehr über 12 Jahren bekleide ich das Amt des Bürgermeisters in der rund 4.200 Einwohner/innen zählenden Kommune.
Ich bin Mitglied der römisch-katholischen Kirche und trete zur Bürgermeisterwahl aus Überzeugung als parteiloser und unabhängiger Bewerber an.
Seit Oktober 2014 bin ich mit meiner Frau Tanja Pokrop (geb. Müller, evangelisch-lutherisch) glücklich verheiratet. Mit unseren drei Kindern Marie-Sophie (11 Jahre), Marlene (9 Jahre), Marc-Leon (5 Jahre) und unserem Leihkater Janosch wohnen wir in der Gemeinde Riederich im Landkreis Reutlingen.
Als Bürgermeister ist die gemeinsame Zeit mit der Familie sehr knapp bemessen, weshalb ich jede freie Zeit nutze um sie mit meinen Lieben zu verbringen.
Für unsere Familienurlaube wählen wir als Ziel sehr gerne die Berge und das Meer. Dabei sind wir bekennende Allgäu- und Frankreich-Liebhaber. Beim Radfahren, Wandern, Schwimmen, Wassersport und gutem Essen tanken wir Kraft für neue anstehende Aufgaben und genießen die gemeinsame Zeit. Überdies treibe ich gerne Sport und bastle bzw. werkle in Haus und Garten.
Bildung und Betreuung
Kinder beim Großwerden begleiten, sie auf diesem Weg unterstützen und fördern sind Aufgaben, die Eltern und Kommune gemeinsam gestalten müssen. Qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten vor Ort sind dabei die Grundlage einer bestmöglichen Entwicklung für unsere Kleinen. Ein bedarfsgerechtes Angebot und ein an den Bedürfnissen der Eltern orientierte Weiterentwicklung der Betreuungsangebote sind Prozesse, die stetig voranschreiten müssen.
Vorhandene Betreuungsangebote müssen bei veränderten Betreuungsbedarfen der Eltern für ihre Kinder flexibel angepasst werden. Im Zuge der Erschließung neuer Wohnquartiere müssen zusätzliche Betreuungskapazitäten rechtzeitig erkannt und durch zielgerichtete Entscheidungen auch dort hochwertige Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung geschaffen werden. So entsteht vor dem Hintergrund des ab September 2026, zunächst mit Klassenstufe 1 beginnenden und jährlich aufsteigenden, neuen gesetzlichen Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter, ein zusätzlicher Raumbedarf. Dieser Raum für die Hortbetreuung soll mit einem Neubau anstelle des Altgebäudes Hindenburgstraße 1 und 3 geschaffen werden. Die Verwaltung hat hier mit der Antragstellung und dem Vorliegen eines positiven Förderbescheids bereits wichtige Weichenstellungen für die Zukunft getroffen. Die Realisierung dieses Vorhabens gilt es in den nächsten Jahren zielgerichtet zur Umsetzung zu bringen!
Die Stadt Rutesheim kann heute mit seinem vorhandenen Angebot an Kindertageseinrichtungen, Hortbetreuung und dem Schulzentrum mit allen Schularten auf ein sehr breites, ausgewogenes und qualitativ hochwertiges Angebot im Bereich Bildung und Betreuung blicken.
Dieser positive Angebotsstandard soll auch in Zukunft erhalten bleiben! Laufende Unterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in die Bildungseinrichtungen der Stadt sollen dazu beitragen, dass Rutesheim auch in Zukunft als Modellgemeinde für einen hohen Standard im Bereich Bildung und Betreuung wahrgenommen wird und auch für pädagogische Mitarbeiter/innen eine hohe Anziehungskraft als Arbeitgeber bietet.
Senioren und Soziales
Mir persönlich ist wichtig, dass wir neben den Belangen der jüngeren Generationen auch die Interessen der Seniorinnen und Senioren stets im Auge behalten und ernst nehmen. Eine Versorgung bis ins hohe Alter im Ort ist dabei von besonderer Bedeutung.
Mit der in kommunaler Trägerschaft betriebenen Sozialstation, den Seniorenwohnanlagen im Widdumhof und Rathausplatz stehen Einrichtungen in der Stadt zur Verfügung, um kranken, alten und behinderten Menschen zu helfen, und Sie darin zu unterstützen so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld leben zu können.
Bei meinen Gesprächen mit Seniorinnen und Senioren im Ort habe ich jedoch immer wieder gehört, dass sich ältere Bürgerinnen und Bürger sehr schwer tun altersgerechte, barrierefreie und dennoch ausreichend groß bemessene Wohnungen in Rutesheim zu finden. Ich würde daher sehr gerne diesen Gedanken aufgreifen und untersuchen wollen, ob nicht weitere entsprechende Angebote geschaffen werden können. Wer in Rutesheim verwurzelt ist, sollte auch im hohen Alter die Möglichkeit haben seinen Lebensabend hier zu verbringen. Auch wurde mir immer wieder von lebenserfahrenen Seniorinnen und Senioren mitgeteilt, dass immer wieder einfache Arztbesuche und Einkaufsfahrten trotz des vorhandenen ÖPNV-Angebots beschwerlich sind, da die Wege von/bis zu den Haltestellen für sie zu weit entfernt sind.
Sehr gerne möchte ich diesen Hinweis aufgreifen und prüfen, ob mit ehrenamtlicher Unterstützung aus der Bürgerschaft nicht ein Verein „Rutesheim chauffiert e.V.“ gegründet werden kann. „Miteinander.Füreinander.“– mit dem Einsatz ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer könnte das Angebot für Seniorinnen und Senioren eine wertvolle Ergänzung zu den vorhandenen Transferangeboten darstellen und so auch Menschen, die selbst nicht mehr mobil sind, eine längere Zeit des Wohnens im Eigenheim ermöglichen.
Die vielen Bereiche des täglichen Lebens noch barrierefreier zu gestalten ist in diesem Zusammenhang eine Notwendigkeit, die auch Rutesheim in Zukunft noch intensiv beschäftigen wird. Mit der Aufstellung seniorengerechter Bänke im Ort, der Schaffung barrierefreier Zugänge zu neuen Grabfeldern auf den Friedhöfen und Verbesserungen im Rathaus gibt es von mir bereits erste Ideen, die es in Zukunft konsequent umzusetzen gilt.
Ehrenamt, Vereine und Kirchen
Das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr, den Vereinen, Kirchen und Organisationen ist ein elementarer Bestandteil der Stadtgesellschaft. Die Unterstützung dieses ehrenamtlichen Engagements ist mir sehr wichtig.
Den Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr, als Teil der Stadt, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Im Ehrenamt an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden in Bereitschaft zum Wohle der Stadt und seiner Bevölkerung zu stehen ist ein Einsatz, den es in besonderem Maße zu würdigen gilt. Eine leistungsfähige und an den örtlichen Bedarfslagen orientierte Schutzausrüstung und Ausstattung der Kameradinnen und Kameraden ist für mich dabei selbstverständlich. Ein gemeinsam erarbeiteter Feuerwehrbedarfsplan unter fachlicher Begleitung eines externen Dritten ist in dieser Hinsicht ein Gewinn für alle Beteiligten. Er bildet sowohl für die Feuerwehr, wie auch die Verwaltung und Gemeinderat eine gute Grundlage für Investitionen im Bereich des Feuerwehrwesens in den nächsten Jahren.
Bürgerschaftliches Engagement unterstützen, gute Rahmenbedingungen für Angebote im Ehrenamt schaffen und damit eine solide Basis für die Arbeit in den Vereinen, Kirchen und Organisationen schaffen, ist originäre Aufgabe der Stadt. Ihr Engagement vor Ort gilt es stets weiter zu fördern.
Mit der Bereitstellung zahlreicher öffentlicher Einrichtungen, der finanziellen Förderung der örtlichen Jugendarbeit, der erweiterten Unterstützung von Vereinen mit vereinseigenen Anlagen, der Unterstützung der Musikschule Rutesheim und großzügigen Zuschüssen bei Vereinsinvestitionen leistet die Stadt sowohl finanziell als auch organisatorisch bereits heute beste Unterstützung. Als Bürgermeister pflege ich seit jeher einen sehr engen Kontakt zu den Verantwortlichen im Ehrenamt und habe dabei stets ein offenes Ohr für die Anliegen von Vereinen, Kirchen und Organisationen!
Gemeinsame Feste, wie das jährlich stattfindende Fleckenfest aller örtlichen Vereine und Organisationen, stärken übergreifend die örtliche Gemeinschaft. Sie bilden die Grundlage für das soziale Zusammenleben im Ort. Nur wenn alle Akteure vor Ort ihre Kräfte einbringen, können solch wichtigen und großen Events auch in Zukunft gestemmt werden. Gerne biete ich hier meine aktive Unterstützung an.
Förderung des Sports und Kultur
In Rutesheim stehen mit den beiden Sporthallen Bühl I und Bühl II zwei große 3- teilbare Sportstätten und überdies mit der Theodor-Heuss-Turnhalle, der Festhalle und der Gemeindehalle in Perouse leistungsfähige Sporteinrichtungen für den Breitensport und die Gesundheitsprävention wie auch für die Kultur zur Verfügung. Darüber hinaus bieten leistungsfähige Sportanlagen im Freien und weitere Angebote in kommunaler, Vereins- und gewerblicher Trägerschaft ein sehr abwechslungsreiches und attraktives Angebot für Groß und Klein. Die Kleinschwimmhalle im Schulzentrum Robert-Bosch-Straße rundet das umfassende Angebot an gesundheitsförderlicher Infrastruktur ab. Diese sehr vielseitige und hochwertige Infrastruktur in Rutesheim langfristig zu erhalten erfordert ein stetiges Engagement und Handeln mit Weitblick. Nur wenn man mittel- bis langfristig laufende Sanierungsbedarfe erkennt und diese konsequent anpackt, wird man das bisher Erreichte langfristig sichern können. Mit der Gemeindehalle in Perouse, der Theodor-Heuss-Sporthalle, wie auch mit der Schwimmhalle im Schulzentrum sind auch Einrichtungen fortgeschrittenen Alters im Bestand vorhanden. Hier gilt es durch intelligente Modernisierungen und Planungen, die auch stets die Multifunktionalität und Barrierefreiheit solcher Einrichtungen im Blick haben müssen, gute Entscheidungen zu treffen. Die Ausschöpfung von Förderpotenzialen wie z. B. aktuell die vom Bund im Rahmen des Förderprogramms „Sanierung von kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ausgelobte Sportmilliarde in den nächsten drei Jahren, aber auch die kommunale Sportstättenförderung des Landes Baden-Württemberg, gilt es hier zum Wohle der Stadt zu nutzen und durch einen engen Kontakt zu den Entscheidungsträgern in der Politik die maximalen Potenziale für die Stadt zu erschließen.
Dabei ist es mir als kommunaler Entscheidungsträger, Vater von drei Kindern und ehemaliger Schwimmsportler persönlich ein sehr großes Anliegen die Möglichkeit des Schwimmenlernens, des Schwimmunterrichts nach dem Lehrplan, des Schwimmens als Gesundheitssport, wie auch das Angebot von Gesundheitspräventionskursen langfristig in Rutesheim zu erhalten.
Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Nur wenn heute Klimaschutz und Nachhaltigkeit unser Handeln vor Ort mitbestimmen, werden nachfolgende Generationen Freude an dem haben, was wir Ihnen anvertrauen!
Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen im kommunalen Umfeld und hier im Besonderen bei der Bewirtschaftung der städtischen Liegenschaften ist mir ein großes Anliegen.
Die Stadt Rutesheim hat mit der Entscheidung für ein kommunales Nahwärmenetz einen fortschrittlichen, aber auch mutigen Schritt für den Klimaschutz gemacht. Die Investition in Höhe von 11,5 Mio. Euro in Heizzentrale und erste Tranchen des Wärmenetzes sind, selbst bei einer Förderquote des Bundes von 40%, eine Investition immenser Größenordnung für eine Kleinstadt wie Rutesheim. Auch wenn ich persönlich die Dimension eines ersten Bauabschnitts der Heizzentrale nicht nachvollziehen kann, gilt es in diesem Projekt den Blick nach vorne zu richten. Die Vermarktung dieser klimafreundlichen Wärmeversorgung nun konsequent fortsetzen sowie das Nahwärmenetz zu dem gewünschten Erfolgsmodell zu führen, das ist eines der größten aber auch herausforderndsten Projekte auf Sicht. Eine Aufgabe, die Zeit und Energie in Anspruch nehmen wird, aber enorm wichtig ist, um die Handlungsfähigkeit der Stadt auch in anderen Aufgabenbereichen in nächster Zukunft zu wahren.
Überdies in den kommunalen Liegenschaften den Einsatz eines modernen Gebäudeleittechniksystems zu etablieren, um damit Potenziale zur ressourcenschonenden Bewirtschaftung der kommunalen Liegenschaften zu erreichen, bei Sanierungsvorhaben kommunaler Infrastruktur konsequent den Einsatz erneuerbarer Energien zu prüfen, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik zu vollenden, das ist mir persönlich sehr wichtig. Denn Strom, der erst gar nicht verbraucht wird, ist Klimaschutz zu 100%!
Und dennoch müssen bei allen Investitionen in Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch die Wirtschaftlichkeit von Investitionen fest im Blick behalten werden. Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit sind keine Gegensätze, sondern Sie müssen vielmehr so Berücksichtigung finden, dass beide Hand in Hand zu einem Erfolgsteam werden!
Lärmschutz, Verkehr und Mobilität
Der Verkehr auf den Ortsdurchfahrtsstraßen, wie auch in den Wohngebieten hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Zudem ist durch eine steigende Anzahl an Fahrzeugen ein hoher Parkdruck im öffentlichen Straßenraum entstanden. Wenn aufgrund von Falschparkern Rettungsfahrzeuge nicht in der geforderten Zeit an ihren Einsatzort kommen können, kann dies eine Gefahr für Leib und Leben anderer bedeuten. Kontrollieren und sensibilisieren – sind Lösungsansätze, die mir in dieser Hinsicht sehr wichtig sind. Rutesheim hat, trotz der komfortablen Situation einer Umgehungsstraße im Norden von Rutesheim und in Perouse, in den Verkehrsstoßzeiten einen hohen Verkehrsdruck auf den Ortsdurchfahrtsstraßen. Während der Verkehr mit Zielen in dieses Stadtquartier wohl akzeptiert werden muss, um damit auch die Einzelhandelsstruktur im Ort zu stärken, sollten weitere Überlegungen angestellt werden den reinen Durchgangsverkehr gerade wegen der vorhandenen Umgehungsstraße zu reduzieren.
Aufklären-Sensibilisieren-An Vernunft und Verständnis appellieren-Sanktionieren – diese aufeinander aufbauende Vorgehensweise sollte ein Ansatz sein, den es in der Praxis zu erproben gilt. Nicht in der Unzufriedenheit des IST-Zustands verharren, sondern aktiv Handeln und damit evaluieren, ob nicht doch eine Verbesserung der Situation zum Wohle der Lärmbeeinträchtigten erreicht werden kann. Das muss die Handlungsmaxime und die gemeinsame Schnittmenge von Entscheidungsträgern und Betroffenen sein.
Parallel zum überörtlichen Verkehr verursacht aber auch der „selbstgemachte Innerortsverkehr“ Belastungen und gefährdet die Gesundheit derer, die im Bereich der viel befahrenen Ortsstraßen Ihr Zuhause haben, und dies obwohl Rutesheim mit seinem sehr guten Verkehrs- und Fußgängernetz alternative Mobilität zulässt. Anreize für alternative Mobilität bieten – ein Ansatz den ich gerne unterstütze und auch als Vorbild gerne vorangehe.
Denn jedes Fahrzeug, das nicht durch den Ort fährt reduziert Lärm und erhöht die Lebensqualität für alle in der Stadt.
Nahversorgung
Das Ortszentrum Rutesheims verfügt in seiner Ortsmitte über zahlreiche Geschäfte des täglichen Bedarfs, attraktive Einzelhandelsgeschäfte, Cafés
zum Verweilen und vereinzelt auch Gastronomiebetriebe zum Schlemmen. Diese Perle im Zentrum der Kleinstadt Rutesheims zu erhalten, das ist eine Aufgabe für die ich mich gerne einsetzen möchte.
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung örtlicher Gewerbetreibender und des örtlichen Einzelhandels halte ich in diesem Zusammenhang persönlich für sehr wichtig. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Rezession sollten wir nach dem Grundsatz handeln:
Kauf nicht online und fahr nicht fort, sondern kauf die wichtigen Dinge im Ort!
Nur so können wir alle dazu beitragen, dass die Versorgung mit wichtigen Dingen des täglichen Bedarfs im Ort langfristig erhalten bleibt, das Angebot an Einzelhandelsleistungen dauerhaft vielseitig attraktiv ist und auch Menschen in unserer Gesellschaft, die in der Mobilität eingeschränkt sind, in erreichbarer Entfernung ihre Besorgungen im Flecka erledigen können!
Wenn überhaupt von einem Verbesserungspotenzialfür das Ortszentrum gesprochen werden kann, so sehe ich eine Aufgabe der kommunalen Wirschaftsförderung darin, Bemühungen anzustrengen durch gezielte Gespräche und Vermittlungsaktivitäten zu versuchen auch das Angebot schwäbischer, gutbürgerlicher Gastronomie im Ort wieder zu stärken.
Den Bereich des Marktplatzes an Wochenenden durch gezielte Aktionen und Veranstaltungen zu beleben und damit indirekt auch den Einzelhandel zu stärken ist eine Aufgabe, den es in Kooperation mit den Einzelhändlern, dem Verein der Selbständigen Rutesheim e.V. und gegebenenfalls weiterer Kooperationspartner aufzugreifen gilt. Gemeinsame Aktionen und Aktivitäten, Kräfte bündeln und so eine starke Ortsmitte bewahren, das ist der Schlüssel zum Erfolg!
Öffentliche Infrastruktur
Mit dem (Teil-) Ausbau der Robert-Bosch-Straße im Jahr 2025 und der Sanierung der Rosseggerstraße hat die Stadt ihren eingeschlagenen Weg stetig in die öffentliche Infrastruktur zu investieren konsequent fortgesetzt und hohe finanzielle Ressourcen in die Erhaltung von Straßen und Wegen investiert. Darüber hinaus wurden im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung die notwendigen Sanierungsarbeiten auf den Weg gebracht. Mit der Verlegung von Glasfaser in der gesamten Stadt hat Rutesheim zur bereits vorhandenen Auffahrt auf die Autobahn A8 auch bereits die Überholspur zur Datenautobahn der Zukunft erschlossen, was in Bezug auf die Digitalisierung einen Meilenstein für alle Bürgerinnen und Bürger Rutesheims darstellt.
Doch im Bereich der öffentlichen Infrastruktur warten in der nahen Zukunft weitere Herausforderungen. Insbesondere im Bereich der Abwasserbeseitigung, wo jährlich Kanäle für 600.000 € saniert werden, aber auch im Bereich der Wasserversorgung, wie auch im Straßenbau, müssen in den nächsten Jahren hohe finanzielle Mittel eingesetzt werden, um die Standards zu halten bzw. Verbesserungen zu erreichen. Mir persönlich ist es dabei sehr wichtig, die seit Jahren verfolgte Handlungsmaxime der kontinuierlichen und stetigen Sanierung von Straßen, von Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur im Ort konsequent weiterzuentwickeln und fortzusetzen. Nur wenn regelmäßig Sanierungsmaßnahmen der Verkehrs-, Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur angestoßen werden, kann der vorhandene hohe Standard in Rutesheim erhalten bleiben. Hierfür setze ich mich gerne ein! Bereits in diesem Jahr steht mit der Sanierung des nächsten, rund 200 Meter langen, Teilabschnitts in der Robert-Bosch-Straße eine Vollsanierung der öffentlichen Infrastruktur an, die weitere Finanzmittel in Anspruch nehmen wird.
Stadtentwicklung
Die Stadt Rutesheim, die Waldensergemeinde Perouse, wie auch die Heugwegsiedlung sollen sich auch künftig weiterentwickeln, jedoch ohne dabei ihre eigene Identität zu verlieren. Mit dem Erwerb des Bosch-Areals vor einigen Jahren und der aktuell durchgeführten Erschließung hat die Stadt ein neues Wohngebiet mit 250 Wohneinheiten auf einer Fläche mit 2,7 ha zur Verfügung, um sich kurzfristig städtebaulich weiter zu entfalten.
Die Fertigstellung der Erschließung im Bosch- Areal und die geplante Bebauung zielgerichtet und zeitnah zu einem qualitätsvollen Quartier zu begleiten, das ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Zukunft, die ich im Falle meiner Wahl zur Chefsache erklären möchte. Und dies nicht nur mit dem Ziel, dass diese große Baustelle im Ort geschlossen wird, sondern vielmehr auch deshalb, weil die dort investierten finanziellen Mittel für den städtischen Haushalt auf Sicht rückfließen müssen. Nur wenn die Stadt es zügig schafft, die entsprechenden Grundstückserlöse beim Verkauf an Bauträger und private Bauherren zu erzielen, wird Rutesheim in den nächsten Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Prognose schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen im Land, ausreichend finanzielle Mittel für andere Handlungsspielräume und Projekte und Investitionen haben.
Neben der Aktivierung dieser Konversionsfläche im Herzen Rutesheims sollten meines Erachtens in den nächsten Jahren weitere kleinere Baugebiete in Rutesheim, Perouse und im Heuweg behutsam entwickelt werden. Diese Flächen gilt es wohlüberlegt, bewusst und gut vorbereitet zu Bauland zu entwickeln. Verbunden damit soll auch der Versuch sein jungen Familien in der Stadt Rutesheim den Wunsch nach einem finanziell leistbaren Eigenheim zu ermöglichen. Die Stadt kann bei der Vergabe von kommunalen Baugrundstücken hier zwar durch entsprechende Vergabekriterien und Baulandpreisgestaltung steuernd eingreifen, jedoch wird sie nicht die Gesetze des Marktes von Angebot und Nachfrage außer Kraft setzen und den Preis in einem stark prosperierenden und attraktiven räumlichen Umfeld rudimentär verändern können.
Gewerbe und Wirtschaft
Die Wirtschaftsförderung und der regelmäßige Kontakt mit Gewerbetreibenden haben für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Nur wenn wir gegenseitig unsere Ziele und Herausforderungen kennen, können die Stadt und ihre Entscheidungsträger einerseits und die Gewerbetreibenden andererseits einen erfolgreichen gemeinsamen Weg finden.
Mit der Ausweisung des Gewerbegebiets „Gebersheimer Weg Ost“ stehen Gewerbetreibenden kurzfristig rund 2,1 Hektar für die Erweiterung und Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zur Verfügung. Auch für einen weiteren Erschließungsabschnitt sind im Bereich „Gebersheimer Weg West“ weitere Flächen im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Neue gewerbliche Betriebe ansiedeln, bestehenden Betrieben Expansionsmöglichkeiten bieten und dabei darauf achten, dass im Vorfeld klar zu definierende Ziele wie z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen aber auch Ziele wie die Stärkung und Stabilisierung der kommunalen Finanzausstattung durch gewerbesteuerstarke Unternehmen in einem breit aufgestellten Branchenmix dabei ausreichend Berücksichtigung finden, das sehe ich als enorm wichtig an. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit örtlichen und lokalen Handwerksbetrieben, die Unterstützung örtlicher Gewerbetreibender und die damit einhergehende Stärkung der örtlichen Wirtschaftsbetriebe ist meine Absicht, die ich bereits seit vielen Jahren lebe. Wichtig in diesem Zusammenhang ist mir auch einen „kurzen Draht“ zum Handwerk zu haben. Planungen auf Papier und digitaler Grundlage haben ihre Berechtigung – die Praxis zeigt jedoch, dass oftmals ein kurzes persönliches Telefonat, ein spontaner Vor-Ort-Termin schnellere und pragmatischere Lösungen bringt als überbordender Schriftverkehr und lange Entscheidungswege. In dieser Art und Weise möchte ich mit lokalen Partnern vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Gerade in Zeiten, wo auch die öffentliche Hand durch Erhöhung der Wertgrenzen bei Vergabe öffentlicher Aufträge eine gewisse Beinfreiheit erhält, sollte dies zum Wohle des örtlichen Gewerbes genutzt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass auch in diesem Bereich eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe erfolgt.
Moderne Verwaltung, Finanzen und Bürgernähe
Seit Jahrzehnten hat eine solide Haushalts- und Finanzpolitik in Rutesheim Tradition. Trotz hoher Investitionen konnte die Stadt die Nullverschuldung im Kernhaushalt erhalten und die Verschuldung im Eigenbetrieb Wasserversorgung in einer sehr moderaten Höhe halten. Diese Voraussetzung bietet eine hervorragende Basis für die Zukunft.
Fördermöglichkeiten durch Bund und Land ausschöpfen und Fördergelder nach Rutesheim lotsen, das ist eine meiner Stärken bei der ich auch meine jahrelange Erfahrung als Bürgermeister und Fachbeamter für das Finanzwesen in der Stadt gewinnbringend einbringen kann.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch einen persönlichen, direkten Kontakt zu Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene und weiteren politischen Entscheidungsträgern zu pflegen, um hierdurch wichtige Informationen auf direktem Wege zu erhalten.
Auch die öffentliche Verwaltung steht in einem stetigen Wandel. Neue EDV-Systeme, Digitalisierung und auch neue gesetzlichen Vorgaben halten Bürgermeister und Mitarbeiterteams auf Trab.
Die Verwaltung weiterentwickeln, Verwaltungsabläufe und -strukturen digitalisieren, neue Möglichkeiten künstlicher Intelligenz prüfen, ohne dabei die wichtigste Ressource – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die lebenserfahrenen Bürgerinnen und Bürger „als Kunden“ aus den Augen zu verlieren, dieser Herausforderung stelle ich mich gerne.
Bürgernahe Kommunalpolitik bedeutet für mich transparente und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen und die kommunalpolitischen Diskussionsprozesse öffentlich nachvollziehbar zu gestalten. Bürgerbeteiligung bei weitreichenden Themen und eine offene, ehrliche Kommunikation mit dem Gemeinderat und der Bürgerschaft sind mir dabei ein großes Anliegen.
Eine kontroverse Diskussion in der Sache ist dabei oftmals ein Gewinn für alle. Im Kern verfolgen alle Entscheidungsträger doch dasselbe Ziel: Die beste Lösung für Rutesheim. Also nutzen wir unser Potenzial!